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(Über) Regionale Verwaltung
Lokale Initiativen / Quartiersmanagement
Zeitliche Wirkung
Räumliche Wirkung
Die zutreffendsten 9 Maßnahmen
Zeitversetzte Nutzung gewerblicher Parkplatzflächen
Im urbanen Raum sind Parkplatzflächen Mangelware und führen gerade zum Feierabend zu erhöhten Suchverkehren in städtischen Quartieren. Die Errichtung von unterirdischen Parkgaragen ist bei der Realisierung neuer Wohnnutzungen oftmals unrentabel oder in Bestandssituationen nachträglich nicht mehr umzusetzen. Gerade gewerbliche Unternehmen halten jedoch oftmals für ihre Mitarbeiter die notwendigen Stellflächen bereit. Die Parkplatzflächen sind dabei meistens nur während der Kernarbeitszeiten belegt. Um die Auslastung des Parkraums zu erhöhen und gleichzeitig die Stellplatzproblematik in urbanen Quartieren zu mindern, kann es daher sinnvoll sein, eine zeitversetzte Nutzung gewerblicher Parkplatzflächen zu ermöglichen.
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Reduzierung des Versiegelungsgrads
Der hohe Versiegelungsgrad, insbesondere in dicht bebauten und urbanen Lagen, stellt Städte zunehmend vor große Herausforderungen. Neben dem Verlust von Lebens- und Erholungsräumen für Menschen und Tiere, ergeben sich weitere stadtklimatische Problemstellungen. So kann Niederschlagswasser oftmals nicht ausreichend versickert werden, mit der möglichen Folge einer Absenkung des Grundwasserspiegels. Darüber hinaus entstehen durch die fehlende Verdunstung und das Aufheizen von versiegelten Flächen sogenannte Hitzeinseln, die insbesondere in Sommermonaten zu Belastungen der Bewohner führen kann. Zur Verbesserung der lokalklimatischen Verhältnisse ist es daher sinnvoll versiegelte Flächen zu reduzieren oder ggf. mit durchlässigen Materialien zu ersetzen. Ein besonders Potenzial hierfür bieten beispielsweise großflächige asphaltierte Parkplatzflächen. Durch Verwendung von Rasengittersteinen, Schotter- oder strapazierfähigen Rasenflächen kann eine deutliche Verbesserung erzielt werden.
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Offene Werkstatt
In produzierenden Betrieben gibt es - je nach Betriebs- und Arbeitszeitmodell - Zeiträume, in denen Maschinen und Anlagen nicht genutzt werden. Unter Erfüllung notwendiger organisatorischer und versicherungsrechtlicher Randbedingungen können die Maschinen und Anlagen zu diesen Zeiten der Öffentlichkeit als "Offene Werkstatt" zugänglich gemacht werden. Damit wird die Nutzung der Produktionsinfrastruktur zum Beispiel durch die Anwohner der Fabrik ermöglicht.
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Urban Gardening
In unmittelbarer Nachbarschaft zu verdichteten Quartieren besteht häufig ein hoher Bedarf der Bewohner an nutzbaren Freiflächen. Gärtnerische Betätigung stellt eine Freizeitbeschäftigung mit steigender Nachfrage dar, für die oftmals geeignete Flächen fehlen. Der Bedarf an Flächen wird dabei oftmals aus dem Quartier heraus von Initiativen oder professionellen Quartiersmanagements formuliert, die in der Lage sind Urban Gardening Projekte professionell zu managen und zu begleiten. Das Ziel aus Sicht der Produktion ist es, eine positive Wahrnehmung des Produktionsstandortes als Mehrwert für das Quartier zu vermitteln und insgesamt die Wahrnehmbarkeit und Akzeptanz der Produktion im Quartier zu steigern. Sofern auf dem Werksgelände geeignete Flächen für Urban Gardening zur Verfügung stehen, können diese dem Quartier bereit gestellt werden. Die Flächen mit einer Größe von 100 bis 1.000 qm sollten an der Schnittstelle zum Quartier liegen, und nicht durch stoffliche Emissionen belastet sein. Eine beschränkte Zugänglichkeit für die Mitglieder der Urban Gardening Initiativen, sodass die Flächen nicht für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sind, ist von Vorteil.
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Test Maßnahme
Der hohe Versiegelungsgrad, insbesondere in dicht bebauten und urbanen Lagen, stellt Städte zunehmend vor große Herausforderungen. Neben dem Verlust von Lebens- und Erholungsräumen für Menschen und Tiere, ergeben sich weitere stadtklimatische Problemstellungen. So kann Niederschlagswasser oftmals nicht ausreichend versickert werden, mit der möglichen Folge einer Absenkung des Grundwasserspiegels. Darüber hinaus entstehen durch die fehlende Verdunstung und das Aufheizen von versiegelten Flächen sogenannte Hitzeinseln, die insbesondere in Sommermonaten zu Belastungen der Bewohner führen kann. Zur Verbesserung der lokalklimatischen Verhältnisse ist es daher sinnvoll versiegelte Flächen zu reduzieren oder ggf. mit durchlässigen Materialien zu ersetzen. Ein besonders Potenzial hierfür bieten beispielsweise großflächige asphaltierte Parkplatzflächen. Durch Verwendung von Rasengittersteinen, Schotter- oder strapazierfähigen Rasenflächen kann eine deutliche Verbesserung erzielt werden.
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Lokale Produkte als Identitätsträger für das Quartier
Die Attraktivität eines Stadtquartiers wird durch die dort vorhandenen Identitätsträger beeinflusst. Mit positiv wahrgenommenen Identitätsträgern, kann die Identifikation der Anwohnenden mit ihrem Quartier gesteigert werden. Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, neben der Funktion als Arbeitgeber, mittels der lokal hergestellten Produkte zu dieser Identität beizutragen. Produkte, die einen Bezug zum Ort der Herstellung erkennen lassen, können ein positives Image vermitteln. Darüber hinaus können gezielt Sondereditionen (z.B. Quartiersmade) mit lokalem Bezug angeboten werden, mit denen neben einer stärkeren positiven Verankerung in der Stadtumgebung auch eine Erschließung eines lokalen Markts einhergehen kann.
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Nachbarschaftsverträgliches Baustellenmanagement
Insbesondere an gewerblichen oder industriellen, urbanen Standorten können Neubauten oder bauliche Veränderungen an bestehenden Gebäuden in vielen Fällen zu Störungen, Irritationen oder Ängsten in der Nachbarschaft führen. Im urbanen Raum sollten daher bei der Durchführung und Organisation von Bauprozessen insbesondere die Belange der benachbarten Nutzer mitgedacht und berücksichtigt werden. Ein für diese Belange sensibilisiertes Baustellenmanagement kann als zentrale, steuernde Einheit die Belastungen für das Quartier durch eine effiziente Zeit- und Durchführungsplanung reduzieren. Darüber hinaus sind, unabhängig von Ausmaß, Dauer oder Risiko der baulichen Maßnahme, Transparenz und Kommunikation wesentliche Bausteine für ein reibungsloses Zusammenleben im Quartier. Hier kann das Baustellenmanagement ebenfalls als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung stehen und frühzeitig und proaktiv über anstehende Bauarbeiten, Baufortschritte und mögliche Einschränkungen für die Nachbarschaft informieren.
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Distribution durch Lastenräder
Der Güter- und Dienstleistungsverkehr in der Stadt steht vor Herausforderungen, wie beispielsweise geringem Parkplatzangebot, Stau und Zufahrtsbeschränkungen. Zudem steht der städtische Verkehr mehr denn je unter Druck die negativen Auswirkungen, wie beispielsweise klima- und gesundheitsschädliche Emissionen, zu reduzieren. Da in der Distribution im urbanen Raum oftmals Rundfahrten mit kleineren Sendungsmengen, dafür in höherer Frequenz, durchgeführt werden und sich dieser Trend in Zukunft mutmaßlich verstärken wird, bieten (elektrisch unterstützte) Lastenräder zur Distribution eine sinnvolle Alternative zu konventionellen Lieferfahrzeugen und mindern dabei die negativen Auswirkungen des Verkehrs.
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Nachbarschaftsverträgliches Lieferzeitenkonzept
Anlieferungen erzeugen Verkehr im Quartier und damit Lärm und verkehrliche Belastung der Infrastruktur und Anwohner. Um die negativen Auswirkungen zu mindern, können Anlieferungen in Zeiten erfolgen, in denen wenig Verkehr herrscht oder der erzeugte Lärm als weniger störend empfunden wird. Dazu müssen geeignete Zeiträume identifiziert werden und diese mit den Lieferanten als Lieferzeitpunkte vereinbart werden.
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Werbeflächen für lokales Gewerbe an Bauzaun bereitstellen
Bautätigkeiten im urbanen Raum führen in den meisten Fällen zu Einschränkungen und Belastungen bei den Anwohnern aber auch bei den umliegenden Gewerbe- und Einzelhandelsbetrieben. Durch die Bauabsicherung entstehen entlang der Baustellen gleichzeitig oftmals großflächige Werbeflächen. Statt diese nur als Sichtschutz oder für die eigne Vermarktung zu nutzen bietet es sich an diese Flächen kostenlos für benachbarte Gewerbebetriebe zur Verfügung zu stellen.
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Sachstiftung für den öffentlichen Raum
Die Gestaltung des öffentlichen Raumes erfolgt durch die öffentliche Hand, wird jedoch im Sinne der „Stadt-von-unten-Bewegung“ zunehmend durch zivilgesellschaftliches Engagement ergänzt. In Stadträumen, in denen aus Bewohnersicht ein besonderes Handlungserfordernis, besteht werden Stadtmobiliar und Beete in Eigeninitiative erstellt, bepflanzt oder verschönert. Produktionsunternehmen können in ähnlicher Weise, insbesondere im direkten Umfeld, den öffentlichen Raum gestalten und beispielsweise Bänke aufstellen. Das Ziel dieser Aktionen ist die Aufwertung des öffentlichen Raumes und damit einher gehend auch eine Imageaufwertung für die handelnden Unternehmen.
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Werkseigene Sport- und Spielangebote zur Verfügung stellen
Innerhalb des städtischen Kontexts profitieren Fabriken in der Regel durch ein erweitertes Infrastrukturangebot. Hierzu zählen auch Fitness, Sport- und Spielangebote. Gerade jedoch bei größeren Unternehmen oder Standorten außerhalb der Kernlagen können die Kapazitäten bzw. das Angebot teilweise nicht ausreichend sein. Als Anreiz zur Gesundheitsvorsorge oder Teamentwicklung bieten Firmen daher häufig firmeneigene Angebote an. Um die Auslastung der Sportangebote zu steigern bzw. eine Investition für solche zu rechtfertigen, kann es daher sinnvoll sein die betriebsinterne Sport- und Spielangebote auf das Quartier zu erweitern. Das neugeschaffene Angebot kann zudem lokalen Sportvereinen zur Verfügung gestellt werden und so die regionale Vereinsstruktur unterstützen.
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Zwischennutzungen im Quartier bereitstellen
Leerstehende Ladenlokale prägen Geschäftsstraßen und Quartiere negativ und bewirken einen Trading-Down-Effekt: der gesamte Standort wird negativ wahrgenommen. Dies kann sich auch negativ auf die Wahrnehmung des Unternehmens an diesem Standort für Kunden oder Mitarbeiter auswirken. Daher soll durch eine Nutzung von leerstehenden Erdgeschossen im Umfeld der Produktion der Standort aufgewertet und belebt werden. Hierdurch soll auch eine positive Wahrnehmung des Unternehmens erreicht werden. Die leerstehenden Ladenlokale können zur Ausstellung von Produkten in Schaufenstern oder auch aktiv als Vorführräume genutzt werden. Diese Zwischennutzung kann im besten Fall kostenneutral erfolgen, bis sich ein neuer Nutzer für die Flächen findet. Seitens der Unternehmen ist eine Ansprache der Eigentümer erforderlich. Ggf. kann dies auch über ein Leerstandsmanagement oder die Stadtverwaltung erfolgen, welche die organisatorischen Verhandlungen unterstützen können.
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Offene Werkskita /-kindergarten
Produktionsstätten haben zumeist eine gemischte Mitarbeiterstruktur. Viele dieser Mitarbeiter sind auf die Betreuung ihrer Kinder während des Arbeitstages angewiesen. Parallel besteht im urbanen Kontext häufig ein unzureichendes Angebot an Kindertagestätten und Kindergärten. Um die Auslastung der werkseigenen Kita zu erhöhen und gleichzeitig die Betreuungsproblematik im urbanen Umfeld zu mindern, können bestehende Angebote auf das Quartier erweitert werden. Alternativ kann die Berücksichtigung der Bedürfnisse an Betreuung aus dem Quartier das Angebot einer firmeneigenen Werkskita oder eines Werkskindergartens erst ermöglichen.
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Angebot von "Urban Services"
Eine Stadt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Dienstleistungen für die Stadtbevölkerung und Auswärtige, wie zum Beispiel Bildung, Sicherheit, Mobilität und Versorgung. Einige dieser Dienstleistungen können durch urbane Fabriken übernommen werden, indem unternehmenseigene Services auch der Umgebung geöffnet werden. Auch können Aktivitäten basierend auf der vorhandenen Fabrikinfrastruktur aufgebaut werden.
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Emissionsschutzrundgang/-workshop mit der Nachbarschaft
Gerade bei der urbanen Produktion spielen Emissionen zunehmend eine wichtige Rolle. Auch wenn sich Anlangen innerhalb der genehmigungsrechtlichen Grenzen bewegt, kann sich die Nachbarschaft vom Produktionsbetrieb gestört fühlen. Dabei sind nicht unbedingt die tatsächlichen Emissionsbelastungen ausschlaggebend, sondern eventuell auch subjektive Wahrnehmungen oder Ängste, die sich möglicherweise aus Fehlinformationen der Anwohner ergeben können. Um das Vertrauen der Nachbarschaft zu gewinnen, kann es daher sinnvoll sein, einen gemeinsamen Rundgang zu organisieren, innerhalb dessen man mit den lokalen Akteuren ins Gespräch kommt. Hierbei können einerseits entstandene Ängste und Sorgen genommen bzw. offene Fragen der Anwohner geklärt werden und andererseits Störungsquellen identifiziert werden, die ein Zusammenleben nachhaltig belasten können. Denkbar sind darüber hinaus weitere Formate, wie beispielsweise ein Planungsworkshop oder ein runder Tisch, innerhalb dessen diese Themen alternativ diskutiert werden können.
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Ökologische Aufwertung von Brachen
Durch die starke Versiegelung oder strukturarme Gestaltung von ungenutzten Freiflächen im Umfeld der Fabrik entstehen wenig attraktive Freiflächen, die keinen positiven Beitrag zur Außendarstellung des Fabrikstandortes leisten und keine hohe ökologische Wertigkeit aufweisen. Eine ökologische Aufwertung von Brachflächen kann sowohl die ökologische Funktion und Wertigkeit steigern, als auch das positive, grüne Image des Unternehmens unterstützen. Mögliche Ansätze zur ökologischen Aufwertung von Brachen sind die Aussaat blütenreicher, heimischer Pflanzen, die Anlage von Feuchtbiotopen oder die Einrichtung einer Bienenzucht. Wenn auf einem Betriebsgrundstück Neubauten entstehen, können hierfür ökologische Ersatzmaßnahmen notwendig werden. Diese Ausgleichsmaßnahmen können durch die ökologische Aufwertung von Brachen erfolgen. Wenn Regenwasser auf dem Grundstück versickert werden muss, können die Entwässerungsanlagen ebenfalls ökologisch gestaltet werden. In Verbindung mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit kann die ökologische Aufwertung einen Beitrag zur positiven Wahrnehmung des Unternehmens leisten.
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Werksverkauf
Ein Unternehmensstandort im urbanen Raum ermöglicht die Einführung eines Werksverkaufes. Dabei werden die Produkte direkt an oder in der Fabrik zum öffentlichen Verkauf angeboten. Es können auch in der Produktion anfallende Nebenprodukte oder Ausschussware in den Werksverkauf aufgenommen werden. Mit einem Werksverkauf kann eine Fabrik je nach verkauften Produkten eine Rolle als Nahversorger im Quartier einnehmen. Ein weiterer positiver Effekt ist die Öffnung der "Black Box" Fabrik in der Wahrnehmung der Anwohnenden. Die Einrichtung eines Werksverkaufs ist oftmals gut kombinierbar mit weiteren öffnenden Maßnahmen, wie zum Beispiel der Ermöglichung von Produkttests oder Workshops.
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Workshops und Kurse
Der urbane Standort bietet für produzierende Unternehmen den Vorteil der Nähe zu einer hohen Kundenzahl, sofern das Produkt für diese Zielgruppe geeignet ist. Diese Kundennähe kann durch Veranstaltungen wie Workshops, offene Produkttests oder wissensvermittelnde Kurse zur Kundenansprache und als verkaufsfördernde Maßnahme genutzt werden. Neben den unmittelbaren Kundenkontakt und dem ggf. zu generierenden Umsatz kann die Produktionsstätte als Veranstaltungsort auch eine sozio-kulturelle Funktion im Stadtquartier übernehmen und das Image des Unternehmens sowie die Identifikation mit der urbanen Fabrik steigern.
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Baustellenführung
Bautätigkeiten im urbanen Raum führen in den meisten Fällen zu Einschränkungen und Belastungen für die benachbarten Nutzer. Fehlende Informationen oder Verzögerungen können daher schnell zu Irritationen führen. Im Rahmen von Um- oder Neubaumaßnahmen kann es daher sinnvoll sein, Einblicke in die Bautätigkeit zu gewähren. Hierdurch können sich interessierte Anwohner über Sinn und Zweck der Maßnahme, den Baufortschritt und mögliche Verbesserungen oder Vorteile die daraus entstehen informieren. Darüber hinaus bieten diese offenen Führungen eine kundennahe Präsentationsplattform für die durchführende Firma.
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Fassadenbegrünung
Produktionsstandorte zeichnen sich häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals geschlossenen Fassadenflächen aus. Diese passen zumeist nicht zur Körnigkeit der umgebenden Stadt und bieten zudem einen monotonen Anblick für die Umgebung. Eine Begrünung der Fassade kann eine positive, optische Wirkung über den Werkszaun hinaus erzeugen. Zudem besteht die Möglichkeit positiv auf das Mikroklima im urbanen Umfeld einzuwirken.
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Open-Air-Kino an der Fabrikfassade
Produktionsstandorte zeichnen sich häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals geschlossenen bzw. ungestalteten Fassadenflächen aus. Diese passen zumeist nicht zur Körnigkeit der umgebenden Stadt und bieten zudem einen monotonen Anblick für die Umgebung. Diese geschlossenen Fassadenflächen können einer Kultur- und Freizeitnutzung zugeführt werden, z.B. durch die Umnutzung der Fassade zu einem temporären/ saisonalen Open-Air-Kino. Die kulturelle Nutzung ermöglicht die Schaffung eines quartiers-internen, generationsübergreifenden Treffpunkts über alle Bevölkerungsschichten hinweg. Zudem kann durch diese Maßnahme das Gelände um die Fabrik außerhalb der Werkszeiten belebt werden.
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Öffnung von Mobilitätsangeboten (Werksbus)
Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihre Mitarbeiter zuverlässig das Betriebsgelände erreichen. Bei einem geringen Angebot des ÖPNV oder in Tagesrand- und Nachtzeiten kann aus Unternehmenssicht die Notwendigkeit zur Verbesserung der Erreichbarkeit beispielsweise durch Einsatz eines Werksbusses bestehen. Hierdurch können weitere Mitarbeitende dazu angeregt werden, auf das Pendeln mit dem eigenen Pkw zu verzichten und Verkehr in Quartier zu reduzieren. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit dieses Angebot für die Anwohner zu öffnen, sodass für das Unternehmen die Auslastung erhöht und für alle Bewohner die Nahmobilität im Quartier gesteigert werden kann.
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E-Ladestation
Mit der Einrichtung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge können Unternehmen einen Beitrag für umweltfreundlicheren Verkehr leisten. Kunden, Lieferanten und Besucher können Aufenthalte zum Laden von Fahrzeugen nutzen. Inbesondere für Mitarbeiter kann ein Anreiz geboten werden, auf E-Fahrzeuge umzusteigen, da die Anwesenheitszeiträume auch bei weniger leistungsfähigen Ladestationen ausreichen, die Fahrzeuge vollständig zu laden. Natürlich lassen sich an den Ladestationen auch vom Unternehmen genutzte Fahrzeuge, beispielsweise für Service- oder Transportfahrten, geladen werden. Die Lademöglichkeiten können bevorzugt dort aufgestellt werden, wo überschüssige Energie zur Verfügung steht oder dort, wo die Energieflüsse ausgeglichen werden können.
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Quartiersbatterie
Energiespeicher zur sind ein zentraler Baustein der Energiewende hin zu klimafreundlicher Energieversorgung. Mit der Flexibilisierung der Energienetze durch verteilte Batteriespeicher, in räumlicher Nähe zu Erzeugern, kann überschüssige Energie gespeichert und lokal zur Verfügung gestellt werden. Zudem können Netzbetreiber auf diese Kapazitäten zugreifen und Lasten im Netz ausgleichen. Dabei kann die Energie von mehreren Erzeugern eingespeist werden und entsprechend von mehreren Verbrauchern abgenommen werden. Insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Aktivitätsphasen von Fabrik und Stadt, lassen sich so Energieflüsse lokal ausgleichen und nutzen. Im Hinblick auf Fabriken und Quartier können so auch ein neues Geschäftsfeld erschlossen und Stromkosten nachhaltig gesenkt werden.
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Quartierstreff als Begegnungsräume für die Bewohner
Räume der Begegnung gewinnen zunehmende Bedeutung bei der Entwicklung und Stabilisierung von Quartieren. Oftmals werden Räume innerhalb von Nachbarschaften als Orte für soziale Angebote, selbstorganisierte Initiativen und Vereine benötigt, die von der öffentlichen Hand oder sozialen Trägern bereitgestellt werden. Im Sinne einer Mehrfachnutzung könnten Versammlungsräume (Besprechungsräume, Kantinen, Freizeiteinrichtungen) von Unternehmen insbesondere in den Abendstunden durch Akteure im Quartier genutzt werden.
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Übernahme von Arbeitsschritten im Quartier
Die räumliche Nähe zu einer Vielzahl gewerblicher und privater Akteure kann für urbane Fabriken die Auslagerung von eigenen Arbeitsschritten der Produktion in das Quartier ermöglichen. Dabei können sowohl wertschöpfende Bearbeitungsschritte als auch kreative (Teil-)Prozesse, wie zum Beispiel Teile des Produktentstehungsprozesses, durch Unternehmen oder Personen im Stadtquartier übernommen werden. Auch FabLabs und Makerspaces können potentielle Partner für diese Maßnahme sein, da hier neben einer Maschinenausstattung oftmals auch qualifizierte und motivierte Personen in einer stukturierten Umgebung zusammenkommen. Die Nutzung des Quartiers als Teil des Produktionssystems fördert weiterhin die Verankerung des Unternehmens in seiner urbanen Umgebung.
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Überschüssige Energie im Quartier zur Verfügung stellen
In Produktionsstätten wird Energie genutzt für die Ausführung von Produktionsprozessen und weiteren Aktivitäten. Dabei kann überschüssige Energie in verschiedenen Formen anfallen, zum Beispiel als Abwärme in Kühlwasser. Je nach Form muss diese überschüssige Energie sofort genutzt oder kann über ein längeren Zeitraum gespeichert und abgegeben werden. Im umgebenden Stadtquartier kann bei entsprechender Nachfrage überschüssige Energie aus urbanen Fabriken genutzt werden und so die mit der Energiebereitstellung verbundenen Umweltwirkungen sowie Kosten senken. Dabei sind neben der nutzbaren Energiemenge, deren Form bzw. Trägermedium und der zeitlichen Verfügbarkeit die Kosten für die notwendige Infrastruktur und Betriebsmodelle abzuwägen.
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Nahwärmenetz
Im Zuge industrieller und gewerblicher Fertigungsprozesse entsteht häufig Wärme als Nebenprodukt, welche im Rahmen des Kerngeschäfts des Unternehmens keine Verwendung findet. Diese überschüssige Wärme wird zumeist nicht anderweitig genutzt, sondern am Ort ihrer Entstehung ohne sinnvollen Einsatz als Abwärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Jedoch bietet sich Unternehmen die Möglichkeit die überschüssige Wärmeenergie potentiellen Wärmeabnehmern in der Region zur Nutzung anzubieten. Dafür kann die Wärme z.B. kostengünstig in ein bestehendes Nahwärmenetz eingespeist werden. Alternativ kann ein neues Netz entstehen, welches durch das Unternehmen oder Dritte im Rahmen alternativer Geschäftsmodelle betrieben wird. Durch diese Maßnahme können Energieeffizienzpotentiale für das Quartier gehoben und somit ein positiver Beitrag für die Umwelt geleistet werden. In Verbindung mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit kann dies zudem einen Beitrag zur positiven Wahrnehmung des Unternehmens im Quartier und darüber hinaus leisten.
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Quartiersfest
Im städtischen Raum findet sich ein Nebeneinander vieler unterschiedlicher Nutzungen. Eine Möglichkeit über den eigenen Betrieb zu informieren und dadurch die Akzeptanz in der direkten Umgebung zu steigern, ist daher die Teilnahme oder die Ausrichtung eines Quartiersfests. Mit Informations- oder Essensständen kann man so informell mit der Nachbarschaft ins Gespräch kommen und über eigene Produkte oder Vorhaben informieren.
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Pseudobaukörper / Baugespann
Produkt- bzw. fertigungsbedingt benötigen Produktionsgebäude häufig großmaßstäbliche Baukörper. Aufgrund der relativen Unterschiedlichkeit der Kubatur in Relation zu ihrer direkten Umgebung können Produktionsgebäude daher als störend empfunden werden. Zudem führen Bautätigkeiten an gewerblichen oder industriellen Bauten in vielen Fällen zu Irritationen oder Ängsten in der Nachbarschaft. Um der Skepsis der Anwohner im nahen Umfeld entgegenzuwirken, kann die Errichtung eines Pseudobaukörpers vor Baubeginn sinnvoll sein. Auch größere Gebäudekubaturen können auf diesem Wege der urbanen Nachbarschaft frühzeitig und proaktiv vermittelt werden.
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Fassadengestaltung (baulich)
Das Erscheinungsbild prägt die Wahrnehmung der Fabrik im Quartier und auch darüber hinaus. Produktionsstandorte zeichnen sich dabei häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals ungestalteten Fassadenflächen aus. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Gebäudeinfrastruktur nur indirekt an den Wertschöpfungsprozessen beteiligt ist und somit rein funktional betrachtet wird. Durch eine bewusste, bauliche Gestaltung kann die visuelle Wirkung der Gebäude und ihr Einpassen in das Quartier verbessert werden. So kann z.B. eine Kleinteiligkeit, geringere Höhe oder reduzierte Massigkeit erreicht oder suggeriert werden, wodurch die positive Wahrnehmung des Unternehmens und die Akzeptanz des Produktionsstandortes gestärkt werden.
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Bauschildinformation
Kommunikation und Transparenz sind wichtige Faktoren für ein reibungsloses Zusammenleben unterschiedlicher Akteure in der Stadt. Eine niedrigschwellige und günstige Möglichkeit über anstehende Bau- oder Umbaumaßnahmen zu informieren ist daher das Bauschild. Hierauf sollte über wesentliche Rahmenbedingungen der Bautätigkeit, wie beispielsweise über Umfang und geplante Dauer informiert werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll einen zentralen Ansprechpartner oder eine Rufnummer zu nennen unter der sich benachbarte Akteure informieren oder über Missstände oder Beeinträchtigungen berichten können.
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Nutzung von Wasseraufbereitungsanlagen für die Umgebung
Fabriken sind u.a. über das Wasserversorgungssystem mit der städtischen Infrastruktur verbunden. Bei hohem Wasserbedarf, zum Beispiel durch den Einsatz von Prozesswasser in offenen Systemen, kann der Betrieb einer fabrikeigenen Wasseraufbereitungsanlage notwendig sein. Diese kann bei Reserve- oder Überkapazitäten und Eignung auch für die Aufbereitung von Abwässern aus der Umgebung genutzt werden und so als aktives Element in das städtische Wasserversorgungssystem eingebunden werden.
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Tag der offenen Tür
Die Produktion von Waren findet oftmals hinter geschlossenen Türen statt. Fabriken werden daher in der Nachbarschaft zumeist als reine Blackboxen wahrgenommen, die in schlechten Fällen auch noch Lärm und Verkehr verursachen. Um die Akzeptanz in der Nachbarschaft zu erhöhen und potenzielle Kunden und Arbeitnehmer für sich zu begeistern, ist es daher sinnvoll regelmäßig die Werkstore zu öffnen. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür kann man so über Werksführungen und Produktschauen mit den Anwohnern ins Gespräch kommen. Darüber hinaus kann dieser Tag mit Angeboten für die eigenen Mitarbeiter und deren Familien genutzt werden (z.B. durch Spielangebote für Kinder).
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Aktion: gemeinsames Quartiersputzen
Fabrik und Anwohner teilen ein Quartier. Die Sauberkeit im Quartier kann das Lebensgefühl positiv oder negativ beeinflussen und ist nicht selten Anlass für Auseinandersetzungen. Ein gemeinsames Quartiersputzen, das von der Fabrik organisiert wird, führt zum einen vordergründig zu einer Aufwertung des Wohnumfelds. Zudem kann die Fabrik das Verantwortungsgefühl für das Quartier demonstrieren. Im Idealfall führt das neben einer Verbesserung des Images zu einem gemeinsamen Verantwortungsgefühl sowie zu einem besseren Austausch von Fabrik und Stadtgesellschaft.
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Ausweitung des Sicherheitsdienst auf das Quartier
Insbesondere in der dunklen Jahreszeit und sowie in den Abendstunden können an sonst belebten städtischen Orten Angsträume entstehen. Eine Ausweitung der Kontrollfunktion eines fabrikeigenen/privaten Sicherheitsdiensts auf die direkte Nachbarschaft, kann zu einer verbesserten sozialen Kontrolle und zu einer allgemeinen Verbesserung des Sicherheitsgefühls im Quartier beitragen.
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Schaufenster in die Fabrik
Fabriken werden häufig als abgeschlossenes und isoliertes System wahrgenommen. Die Prozess solcher Blackboxen sind für den außenstehenden Betrachter meist verdeckt und nicht transparent. Dies kann dazu führen, dass insbesondere im städtischen Umfeld eine Fabrik als störender Fremdkörper wahgenommen wird. Mit der Einrichtung eines "Schaufensters" in die Fabrik kann diese Barriere überwunden werden und der reale oder auch virtuelle Blick in die Fabrik ermöglicht werden. Damit können Betrachtende über die im Produktionssystem stattfindenen Prozesse aufgeklärt werden und negative Assoziationen verhindert werden. Das Ziel des Schaufensters ist weiterhin eine Faszination zu erzeugen, die die Wahrnehmung der Fabrik als Ort der Arbeit und Wertschöpfung positiv beeinflussen.
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Werksführungen
Das Angebot von Werksführungen in einer Fabrik öffnet das vorher abgeschlossene und verdeckte Produktionssystem für die Öffentlichkeit und erlaubt interessierten Personen einen Einblick in die Prozesse und Organisation der urbanen Fabrik. Negative Assoziationen mit der Fabrik können durch die Steigerung der Transparenz gesenkt und eliminiert werden und ein positives Bild vermittelt werden. Bei der Herstellung von Konsumgütern können mit Werksführungen interessierte Kunden direkt erreicht werden. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen, wie zum Beispiel einem Werksverkauf, können lokale Marktpotentiale erschlossen werden.
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Werkskantine für das Quartier öffnen
Innerhalb des städtischen Kontexts profitieren Fabriken in der Regel durch eine größere Auswahl an Mittagstischangeboten. Gerade jedoch bei größeren Unternehmen oder Standorten außerhalb der Kernlagen können die Kapazitäten bzw. das Angebot teilweise nicht ausreichen sein. Um ein günstiges und abwechslungsreiches Mittagessen für die Mitarbeiter zu ermöglichen, verfügen größere Unternehmen oftmals über eigene Kantinen. Um die Auslastung der Kantine zu steigern bzw. eine Investition für eine solche zu rechtfertigen, kann es daher sinnvoll sein die betriebsinterne Kantine auch für die Nachbarschaft zu öffnen. Gleichzeitig können auch die umliegenden Nutzer durch das neue Angebot profitieren.
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Verbesserung durch Materialflussanalyse
Der Materialfluss ist einer der sichtbarsten Einflüsse einer Fabrik auf die Umgebung. Mit den Bedarfen an Rohmaterialien, Halbzeugen, Produkten und Abfällen wird fabrikintern ebenso wie außerhalb der Fabrik der Transport von Materialien und Gütern ausgelöst. Eine Materialflussanalyse kann den notwendigen Transportaufwand mittels einer strukturierten Datenaufnahme und einer darauf aufbauenden Bewertung des Materialflusses gegenüber dem Bedarfsprofil reduzieren.
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Werkswohnungsbau
Je nach Größe einer Produktionsstätte kann diese einen erheblichen Mitarbeiterstamm aufweisen. Besonders in kleineren Quartieren und Städten kann sich der Zuzug von Mitarbeitern unmittelbar auf die Wohnstruktur und das Wohnungsangebot auswirken. Zudem kann das Vorhandensein von Wohnungsangeboten Einfluss auf die Mitarbeitergewinnung haben. Daher könnte ein Wohnungsbau explizit für Mitarbeiter angedacht werden. So kann dem angespannten Wohnungsmarkt und der Angst der Quartiersbewohner vor Verdrängung und weiterer Mieterhöhung positiv entgegengewirkt werden. Zusätzlich können die Werkswohnungen in Teilen den Quartiersbewohnern zur Verfügung gestellt werden und so die Akzeptanz steigern.
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Verarbeitung von Produktionsabfällen und Nebenprodukten
Im Produktionssystem fallen in der Regel Nebenprodukte und Produktionsabfälle an, die entsorgt bzw. zu ihrer Behandlung, Weiterverarbeitung oder Deponierung transportiert werden müssen. Einige dieser Stoffe können unter Einsatz von technologischen und organisatorischen Maßnahmen im Produktionssystem wieder eingesetzt oder direkt vor Ort behandelt oder verarbeitet werden. Damit kann der von der Fabrik ausgehende Stoffstrom mit seinen negativen Wirkungen gesenkt werden. Beim Einsatz der Abfallstoffe und Nebenprodukte als Substitut für eingehende Rohmaterialien kann mit dieser Maßnahme auch das Volumen der eingehenden Stoffströme gesenkt werden. Der Raumbedarf für Materialien und Rohstoffe auf dem Fabrikgelände kann gesenkt werden; demgegenüber steht der Raumbedarf ggf. notwendiger Sammelstellen und Aufbereitungsanlagen.
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Verarbeitung von Abfallstoffen aus dem Quartier
In der Umgebung einer urbanen Fabrik fallen vielfältige Stoffströme an als Resultat von Konsum und Wertschöpfung. Diese Abfallstoffe können als Rohmaterial für das Produktionssystem der urbanen Fabrik dienen, wenn die zu Grunde liegenden Anforderungen durch die Abfallstoffe erfüllt werden. Zu den Anforderungen zählen u.a. Materialart und -zusammensetzung, Qualität, Menge, Verfügbarkeit, Transportfähigkeit, Reinheit und Qualität. Mit dem Einsatz lokal-urbaner Stoffe kann der Materialbedarf der Fabrik gesenkt werden. Um den Einsatz dieser Stoffe zu ermöglichen sind ggf. Aufbereitungsmaßnahmen notwendig. Darüberhinaus kann die urbane Fabrik mit der Integration urbaner Abfallströme in die Produktion Materialkosten und deren Transportaufwand senken und gleichzeitig mit der Übernahme der notwendigen Behandlung von Abfallströmen eine imagefördernde Dienstleistung für die Stadt übernehmen.
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Abfälle und Nebenprodukte lokal zur Verfügung stellen
Die in der urbanen Fabrik anfallenden Abfallstoffe und Nebenprodukte müssen einer Abfallbehandlung übergeben werden. Dies ist häufig mit Transportaufwand und Kosten verbunden. Im urbanen Umfeld der Fabrik mit seinen vielfältigen Nutzungen können oftmals Abnehmer für die anfallenden Stoffe, die diese weiterverarbeiten oder anderweitig nutzen können, gefunden werden. Damit können für die urbane Fabrik Abfallbehandlungskosten eingespart und gleichzeitig die Etablierung lokal-urbaner Stoffkreisläufe unterstützt werden. Für die Nutzung der stofflichen Potentiale müssen diese potenziellen Abnehmenden angeboten werden, zum Beispiel mittels geeigneter Handelsplattformen.
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Angebot von Schulungen und Weiterbildung
Unternehmen investieren in die berufliche Bildung, Weiterbildung und Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden. Dafür werden je nach Unternehmensgröße eigene Umgebungen geschaffen, wie zum Beispiel Ausbildungswerkstätten. Diese Infrastrukturen können durch eine Öffnung für externe Personen, zum Beispiel im Rahmen von Weiterbildungskursen oder Schulungen, einer breiteren Nutzung zugeführt werden und so eine Bildungsfunktion im Stadtquartier übernehmen. Für die Fabrik ergibt sich neben dem Umsatzpotential aus dem Kursangebot auch eine stärkere Integration in das urbane Umfeld. Neben dezidierten Strukturen für die Aus- und Weiterbildung können auch andere passende Maschinen und Anlagen in der Fabrik genutzt oder eigene Experten/Expertinnen in externen Einrichtungen wie Makerspaces eingesetzt werden.
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Regenwasser anbieten
Aufgrund der Nutzungsstruktur von Produktionsgebäuden besitzen diese zumeist große Dachflächen. Bedingt durch die Größe dieser versiegelten Flächen müssen häufig Maßnahmen zum Regenwassermanagement ergriffen werden, z.B. Rückhaltebecken oder Rigolen. Im Sinne eines „naturnahen“ Umgangs mit Regenwasser und um das natürliche Gleichgewicht des Wasserkreislaufs möglichst wenig zu beeinträchtigen, kann das Wasser für die urbanen Nachbarn als Brauchwasser z.B. für die Gartenbewässerung, Toilettenspülungen, Raumreinigung oder zum sog. Urban Farming bereitgestellt werden.
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Verbesserung durch Energieanalyse
Der Energiebedarf für die Produktion und unterstützende Aktivitäten (Gebäude, Logistik, Außenflächen etc.) eines Unternehmens ist maßgeblich verantwortlich für die Anforderungen der Fabrik an die Versorgungsinfrastruktur und die energiebezogenen Emissionen, wie zum Beispiel Abwärme. Mit einer Energieanalyse der Produktion und des gesamtem Energiebedarfs kann dieser durch geeignete Maßnahmen gesenkt werden. Ebenfalls kann durch eine Flexibilisierung des Energiebedarfs ein positiver Beitrag zur Integrationtsfähigkeit einer Fabrik in die urbane Umgebung geleistet werden.
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Fahrerschulung
Fahrerinnen und Fahrer treffen viele Entscheidungen während einer Tour. Viele Entscheidungen sind Routine oder Gewohnheit oder unterliegen subjektiver Entscheidungsfindung. Um bei diesen Entscheidungen neben ökonomischen auch ökologische oder soziale Aspekte einfließen zu lassen, können Fahrerschulungen eingesetzt werden. Solche Schulungen klären bspw. über kraftstoffsparende Fahrweise auf oder weisen auf Verhalten beim Be- und Entladen hin, das weniger Lärm oder Verkehrsbeeinträchtigungen verursacht.
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Erholungsflächen zur Verfügung stellen
In vielen Quartieren herrscht ein Mangel an attraktiven Aufenthalts- und Erholungsflächen. Der Mangel an diesen Flächen beeinträchtigt die Lebensqualität der Bewohner. Durch die Bereitstellung von Erholungsflächen soll das Fabrikumfeld aufgewertet und die Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter und Anwohner verbessert werden. Dies soll die positive Wahrnehmung des Unternehmens und die Akzeptanz des Produktionsstandortes stärken. Die Fabrik kann einen Teil der bestehenden, aber nicht für die Produktion und Logistik benötigten Flächen als Aufenthaltsbereiche, Grünflächen oder Spielplatz gestalten. Diese Flächen können von den Mitarbeitern in Pausenzeiten genutzt werden, was die Attraktivität als Arbeitgeber steigert. Darüberhinaus können die Freiflächen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden – dauerhaft durch einen Abbau oder das Rückversetzen des Werkszauns, was eine Verlagerung der Sicherung auf Gebäudeebene bedingt oder temporär zu den Betriebszeiten.
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Lärmschutz: Technische Maßnahmen in der Produktion
Das Produktionssystem als Taktgeber einer Fabrik ist mittelbar und unmittelbar für einen großen Anteil der Schallemissionen verantwortlich. Die daraus entstehende Lärmbelastung für die Anwohnenden kann zu einer negativen Wahrnehmung des Unternehmens und zu genehmigungsrechtlichen Auflagen führen. Mit technischen Maßnahmen im Produktionssystem können die Schallemissionen reduziert und damit die Lärmbelastung gesenkt werden. Dabei können in allen Ebenen des Produktionssystems, vom Prozess/Werkzeug, über das Zusammenspiel der Produktionsanlagen bis zur Gebäudehülle, technische Maßnahmen umgesetzt werden. Aktive Maßnahmen senken die Schallemissionen am verursachenden Prozess. Passive Maßnahemen reduzieren die Wirkung bzw. Ausbreitung der bereits entstandenen Schallemissionen.
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Einbindung der urbanen Akteure in den Produktentstehungsprozess
In Städten konzentrieren sich Wissen, Kreativität und Innovation. Dieses Potential kann durch urbane Fabriken durch den Einbezug der urbanen Akteure in den Produktentstehungsprozess genutzt werden. Die räumliche Nähe von Fabrik und Stadt kann es Kunden ermöglichen, Anforderungen an das Produkt zu formulieren und Nutzungserfahrung direkt an die Entwickelnden weiterzugeben. Weiterhin können organisierte Akteure mit der Produktentwicklungsaufgabe entsprechenden Fähigkeiten für technisch-kreative Aufgaben genutzt werden. Erfolgreiche Beispiele können in einigen Makerspaces und FabLabs gefunden werden. Weitere einzubindende urbane Akteure können kommunale Stellen sein, die einen lokalen Mehrwert zur Produktentstehung beitragen können.
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Fassadengestaltung (farblich)
Das Erscheinungsbild prägt die Wahrnehmung der Fabrik im Quartier und auch darüber hinaus. Produktionsstandorte zeichnen sich dabei häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals ungestalteten Fassadenflächen aus. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Gebäudeinfrastruktur nur indirekt an den Wertschöpfungsprozessen beteiligt ist und somit rein funktional betrachtet wird. Durch eine bewusste, farbliche oder künstlerische Gestaltung kann die visuelle Wirkung der Gebäude verringert und ihr Einpassen ins Quartier verbessert werden. So kann z.B. eine Kleinteiligkeit oder reduzierte Massigkeit suggeriert oder ein visuelles Zurücknehmen erreicht werden.
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Beleuchtungskonzept
Viele Produktionsstätten sind über mehrere Schichten bis teilweise spät in die Nacht aktiv, andere Areale sind nach Anbruch der Dunkelheit verwaist. Beides kann zu Konflikten mit der urbanen Umgebung führen. Mit Hilfe eines Beleuchtungskonzepts kann während der passiven Zeiten eine nicht-störende Grundbeleuchtung gewährleistet werden, die zu einer allgemeinen Verbesserung des Sicherheitsgefühls im Quartier führen kann. Zudem können während der operativen Stunden der Produktion die notwendige Beleuchtung lokal und bedarfsgerecht angepasst und störende Nebeneffekte auf das Quartier minimiert werden. So kann besonders nachts dafür gesorgt werden, dass sich die Fabrik dem Rhythmus des Quartiers anpasst. Auch ein akzentuiertes Hervorheben von baulichen Besonderheiten als urbanes Orientierungs- und Identifikationsmerkmal ist möglich.
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Informationsbereitstellung zu Fabrik und Produktion
Fabriken werden von außen oftmals als Black Box betrachtet, da über die dort stattfindenden Prozesse und Aktitvitäten keine Informationen verfügbar sind. Mit der Informationsbereitstellung zu Produktion, Fabrik, Prozessen und globalen Zusammenhängen kann Transparenz erzeugt werden, die wiederum zu einem größeren Verständnis und Wertschöpfung der urbanen Fabrik führen kann. Hiermit kann auch eine stärkere emotionale Bindung der Kunden an die Produkte des Unternehmens erreicht werden, was eine erhöhte Nachfrage, verlängerte Nutzungsdauer und einen Imagegewinn zur Folge haben kann.
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Reparatur- oder Upgradecenter
Das Produktionssystem einer Fabrik dient der Herstellung von Produkten. Wenn die Nutzungsphase dieser Produkte in der Umgebung der Fabrik stattfindet, können durch die Fabrik Dienstleistungen wie Reparatur oder Produktupgrades angeboten werden. Unter geeigneten Umständen können diese Tätigkeiten bereits im Produktionssystem integriert werden. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Rücknahme und die Verwertung von Produkten am Ende ihres Lebenszyklus. Neben einer positiven Veränderung der mit dem Produkt verbundenden Umweltwirkungen kann dadurch auch die Wertschöpfung gesteigert und für das Unternehmen verlängert werden.
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Räumliche Schnittstellengestaltung (physisch)
Um zusätzliche Effizienzpotenziale zu generieren, ist die Kooperation von Stadt und Fabrik unabdingbar. Um einen reibungslosen Austausch der Farbik und der Stadt zu ermöglichen und Zugänglichkeit für Menschen und Waren zu gewährleisten, ist die entsprechende Gestaltung der räumlichen Schnittstellen Grundvoraussetzung. Zugänge für Personen und Waren sollten so gestaltet werden, dass diese erkennbar und einfach über das angrenzende Quartier erreichbar sind. Zudem sollten die Schnittstellen ausreichend dimensioniert und für unterschiedlichen In- sowie Output passierbar sein. Dazu können Erweiterungen oder zukünftige Entwicklungen in den Blick genommen werden, die Vernetzungen auf Basis jeder Ressource der Urban Factory ermöglichen.
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Reduktion der stofflichen Produktionsemissionen
Stoffliche Emissionen aus der Produktion können in Form von Partikeln oder gasförmigen Verbindungen an die Umgebung abgegeben werden. Beispiele für stoffliche Emissionen sind Feinstaub oder klimawirksame Gase wie CO2. Eine Reduktion dieser Emissionen senkt die negativen Umweltwirkungen eines Produktionsstandorts und kann damit die Akzeptanz in der Umgebung steigern sowie (genehmigungs-)rechtliche Vorteile bieten. Die Reduktion der stofflichen Produktionsemissionen kann auf Prozessebene, auf Prozesskettenenbene, in der Technischen Gebäudeausrüstung oder mittels der Gebäudehülle erfolgen.
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Energetische Emissionsreduktion
Fabriken und Produktionsstätten emittieren Energie, beispielsweise als Wärmeenergie oder Licht. Dies trägt zu negativen Auswirkungen wie der Bildung von Wärmeinseln oder Lichtverschmutzung und Störung bei. Mit dem Einsatz direkter oder indirekter Maßnahmen können Emissionen und ihre Auswirkungen reduziert werden. Direkte Maßnahmen umfassen zum Beispiel den Ersatz älterer Fahrzeuge, Anlagenteile oder Bauwerke durch effizientere Modelle oder die Umstellung von Betriebsweisen. Häufig gehen diese Maßnahmen einher mit einer Senkung des Energiebedarfs und damit mit geringeren Betriebskosten. Indirekte Maßnahmen, wie beispielsweise die Abschirmung von wärmeemittierenden Anlagen, können eine ähnliche Emissionsreduktion wie direkte Maßnahmen erreichen, gehen in der Regel jedoch mit unveränderten oder höheren Betriebskosten einher.
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Nutzungsgerechte Wegeführung
Fabrik und Quartier haben jeweils unterschiedliche Ansprüche an die Verkehre, die die vorhandene Verkehrsinfrastruktur je nach Ausprägung unterschiedlich gut erfüllen kann. Um Nutzungskonflikte zu vermeiden, sollte die Wege- und Verkehrsführung der Fähigkeit und Kapazität der Straßeninfrastruktur angepasst werden. Dies kann auf Initiative der Fabrik bspw. durch Information der Lieferanten und Mitarbeitenden auf der Website und durch Hinweisschilder erfolgen. Ebenso sind Einfahrbeschränkungen durch die Stadt möglich. Somit werden zudem Suchfahrten und Rangieren im Quartier reduziert.
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Emissionsreduktion durch Anpassung von Materialien
Die verwendeten Materialien in der Produktion im Zusammenspiel mit den verwendeten Produktionsprozessen sind mit den durch die Produktion verursachten Emissionen verbunden. Durch die Auswahl der Werkstoffe werden sowohl die direkten stofflichen Emissionen, zum Beispiel bei der Zerspanung entstehende Partikel, als auch indirekte stoffliche Emissionen, zum Beispiel Auschleppung von Kühlschmierstoffen, beeinflusst. Mit einer Anpassung der verwendeten Materialien in der Produktion können diese Emissionen reduziert werden, wobei die Produkt- und Prozessanforderungen eingehalten werden müssen.
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Nachhaltigkeitsbericht
Unternehmen sehen sich zunehmend einer öffentlichen Forderung nach umweltbewusstem Handeln und Transparenz ausgesetzt. So werden insbesondere die Einhaltung und Dokumentation sozialer und ökologischer Standards eingefordert. Dies gilt besonders für Produktionsstandorte im urbanen Gefüge. Mit Hilfe eines Nachhaltigkeitsberichts können Unternehmen ihre Tätigkeiten und Leistungen, mit denen sie Verantwortung übernehmen, veröffentlichen: für die Umwelt z.B. die nachhaltige Ausrichtung auf Ressourceneffizienz und den Umweltschutz, für die Mitarbeiter/innen z.B. die Ausrichtung des Unternehmens auf Familienfreundlichkeit, für die Anwohner die Unterstützung lokaler Einrichtungen oder soziale Kriterien in der Beschaffung. Ein Nachhaltigkeitsbericht hilft somit, die ergriffenen Maßnahmen und erzielten Fortschritte der interessierten Öffentlichkeit mitzuteilen und dort besonders diejenigen Maßnahmen hervorzuheben, die dem urbanen Umfeld zu Gute kommen. Seit 2005 werden in Deutschland durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem future e.V. die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen verglichen und bewertet. Auch hier bietet sich die Chance für urbane Unternehmen ihre Anstrengungen der urbanen Nachbarschaft mitzuteilen.
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Dachbegrünung
Produktionsstandorte zeichnen sich häufig durch großformatige Gebäudestrukturen und somit ein hohes Maß an Flächenversiegelung aus. Des Weiteren sind die Dachflächen der Produktionsgebäude zumeist ohne weitere Nutzung und hart gedeckt. Hierdurch wird auftretendes Niederschlagswasser kurzfristig abgegeben, zudem können durch sommerliches Aufheizen sogenannte Hitzeinseln entstehen. Beides stellt Städte zunehmend vor große stadtklimatische Herausforderungen. Zur Verbesserung der lokalklimatischen Verhältnisse über den Werkszaun hinaus kann es daher sinnvoll sein, die versiegelten Flächen durch extensive Dachbegrünung zu kompensieren. Somit wird ein Zurückhalten und zeitversetztes Abfließen des Niederschlagswassers begünstigt sowie Hitzeinseln durch Verdunstung entgegengewirkt. Die optische Wirkung der Begrünung des Daches als sogenannte fünfte Fassade bildet einen weiteren Positiveffekt für die urbane Umgebung. Je nach Beschaffenheit des Daches ist eine Ausweitung der Nutzung im Rahmen eines quartiers-öffentlichen Dachparks oder für Urban Gardening für das urbane Umfeld denkbar.
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Einrichtung eines Co-Working Space
Kreative und innovative Produktionsbetriebe leben vom Austausch von Ideen und der Interaktion von Menschen unterschiedlicher Fähigkeiten und Hintergründe. An der Schnittstelle von Produktion und Quartier können gezielt Austauschräume etabliert werden, um neue Ideen und Produktinnovationen zu generieren. Gleichzeitig können interessierten kreativen Selbstständigen Arbeitsräume geboten werden. Dadurch können frei stehende Raumressourcen in der Fabrik ökonomisch genutzt und der Austausch mit potenziellen unternehmensbezogenen Dienstleistern gefördert werden. Die Fabrik kann freie Büroräume oder Werkräume an Co-Worker und interessierte Maker vermieten. Die Einrichtung von Co-Working-Spaces in attraktiven Büroräumen fördert den Austausch und erhöht die Auslastung der eigenen Büroinfrastruktur. Durch das Bereitstellen von Werkräumen und Maschinen im Sinne eines FabLabs können Bastlern aus dem angrenzenden Quartier Räume und ggf. Dienstleistungen angeboten werden.
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Auflösen des Werkszauns
Produktionsstandorte werden klassischer Weise großräumlich und umlaufend durch einen Werkszaun geschützt. Es erfolgt eine klare Trennung von Fabrik und urbanem Umfeld; Interaktion und Durchwegung werden unterbunden. Hierdurch wird das Werksgelände vom urbanen Umfeld häufig als „Black-Box“ und Fremdkörper in der Stadt angesehen. Durch ein gänzliches, teilweises oder zeitlich beschränktes Öffnen des Werkszauns kann eine Verzahnung mit dem Quartier und mehr Offenheit erzeugt werden. Außenräume können - unter Wahrung der Rechte der Eigentümer - als Teil der Stadt mitbenutzt, nicht genutzte Flächen zur Nutzung freigeben oder ausgewählte Nutzungsbereiche außerhalb der Geschäftszeiten durch Externe genutzt werden.
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Reduktion von Hilfs- und Betriebsstoffen
In der Produktion werden unterschiedlichste Hilfs- und Betriebsstoffe benötigt. Diese Stoffe verursachen einen Logistikaufwand für Transport und einen Raumbedarf für die Lagerhaltung. Mit der gezielten Reduktion von Hilfs- und Betriebsstoffen, beispielsweise basierend auf einer Analyse des Produktionssystems und daraus abzuleitenden Maßnahmen, kann die Integrationsfähigkeit einer urbanen Fabrik gesteigert werden.
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Schnellschließtore und Torluftschleier
Bedingt durch die Zugangsnotwendigkeit für LKW bzw. durch das Format der Produkte haben Produktions- und Lagergebäude häufig großformatige Tore. In geöffnetem Zustand können hierdurch Lärm- und Lichtemissionen in die urbane Nachbarschaft dringen und die Umgebung stören. Als interner Negativeffekt ist zusätzlich mit einem Kälte-/ Wärmeverlust zu rechnen. Der Einbau von Schnelllauftoren ermöglicht eine Verkürzung des Öffnungszeitraums der Tore und führt hierdurch zu einer bedeutsamen Verringerung des Emissionsaustritt, besonders von Schall. Schnelllauftore sind zudem für einen hochfrequentierten Einsatz konzipiert und können durch die hohen Öffnungsgeschwindigkeiten logistische Abläufe beschleunigen sowie Wartezeiten und die damit verbundenen Emissionen vor den Toren minimieren. Zusätzlich installierte Torluftschleier können Kälte-/ Wärmeverluste minimieren und somit zu einer werksinternen Ressourceneffizienzsteigerung führen.
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Gestaltung der TGA
Produktionsanlagen benötigen häufig ein hohes Maß an technischer Gebäudeausrüstung (TGA). Diese wird aus Platz- und Kostengründen häufig offen, außerhalb der Gebäudehülle aufgestellt, vornehmlich auf den Dachflächen. Hierdurch bedingt sind visuelle und akustische Auswirkungen auf das urbane Umfeld. Die Anlagen sind auf ihren technischen Nutzen ausgelegt, während der optische Einfluss wenig Berücksichtigung findet. Die Einbindung der TGA in ein Gestaltungskonzept kann bedeutsam für die individuelle, visuelle Wahrnehmung einer Fabrik sein. Dies kann eine bewusste Gestaltung oder ein Verdecken durch Einhausungen umfassen. Eine ansprechend gestaltete Einhausung kann parallel die Auswirkungen von Schallemissionen reduzieren, sofern bei dieser eine Dämmung der TGA vorgesehen wird.
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Kletterwand
Produktionsgebäude zeichnen sich häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals unstrukturierten, geschlossenen Fassadenflächen aus. Diese passen zumeist nicht zur Körnigkeit der umgebenden Stadt und bieten zudem einen monotonen Anblick. Die geschlossenen Fassadenflächen können unter Umständen einer Freizeit- oder Pausennutzung, wie z.B. als öffentliche Kletterwand, zugeführt werden. Hierdurch wirkt die Fabrik trotz ihrer geschlossenen Fassadenfläche über den Werkszaun hinaus einladend auf Mitarbeiter und Anwohner und kann zudem eine positive Auswirkung auf deren Gesundheit bewirken. Zusätzlich kann das neugeschaffene Angebot lokalen Sportvereinen zur Verfügung gestellt werden und so die regionale Vereinsstruktur unterstützen.
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Müllabfuhr verträglich timen
Abfälle, die in der Fabrik anfallen, werden in der Regel bis zur Abholung außerhalb von Gebäuden auf dem Betriebsgelände gelagert. Die Abholung erfolgt in der Regel nicht durch die städtische Müllabfuhr, sondern durch beauftragte Unternehmen. Die Abholung von Abfällen und Wertstoffen erfolgt mit schweren Fahrzeugen und erzeugt aufgrund der in der Regel großen Gewichte und Volumen Lärm bei der Verladung. Zudem können durch die rangierenden oder haltenden Sammelfahrzeuge Verkehrsbeeinträchtigungen entstehen. Um die negativen Auswirkungen zu mindern, können Abholungen in Zeiten erfolgen, in denen wenig Verkehr herrscht oder der erzeugte Lärm als weniger störend empfunden wird. Dazu müssen zunächst geeignete Zeiträume identifiziert werden und diese mit den Abholern als Abholzeitpunkte vereinbart werden.
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Public Bikes
Das Fahrrad ist essentieller Bestandteil städtischer Mobilität. Der Radverkehr benötigt weniger Fläche, die Verkehrsinfrastruktur ist günstiger in Bau und Erhalt, verursacht keine (lokalen) Emissionen, ist günstiger in der Nutzung und gesünder. Aufgrund der geringeren Reichweite, Transportkapazität und möglicher Witterungseinflüsse sehen viele Verkehrsteilnehmer jedoch von einer Nutzung ab. Die notwendige Festlegung auf ein Verkehrsmittel führt dazu, dass auch Fahrten, bei denen die Nachteile des Fahrrads nicht zum Tragen kommen, mit anderen Verkehrsmitteln durchgeführt werden. Abhilfe kann das Angebot von öffentlichen Leihfahrrädern bieten. Über das Smartphone können Fahrräder für Direktfahrten ausgeliehen und an Bedarfspunkten abgestellt werden.
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Gepflegtes Auftreten
Ein gepflegtes Auftreten einer Fabrik bezieht sich auf viele unterschiedliche Bereiche. An welchen Stellen ein ungepflegter Eindruck entstehen kann, ist im Einzelfall zu identifizieren. Mögliche Bereiche sind Zustand der Gebäude, Fassade, der Zugangsbereiche, die Lagerung von Materialien, Fahrzeugen, Abfällen etc. auf dem Betriebsgelände usw. Dabei ist der Eindruck subjektiv und nicht an objektiven Maßstäben messbar. Ein positiver Eindruck, der aus einem gepflegten Auftreten entstehen kann, kann jedoch für die Fabrik als Befähiger dienen. Dazu zählen zum Beispiel ein zusätzlicher Imagegewinn, eine positive Identifikation und höherer Zuspruch bzw. die Wahrnehmung als positives Element des Quartiers und kann dazu führen, dass die städtischen Akteure des Stadt-Fabrik-Systems eher dazu bereit sind eine Kooperation anzustreben bzw. die Nähe zur Fabrik nicht zu meiden.
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Schallreduzierung der technischen Gebäudeausrüstung
Die technische Gebäudeausrüstung (TGA) deckt den Bedarf einer Fabrik und insbesondere des Produktionssystems an unterschiedlichen Medien und Energieformen. Häufig sind neben einer Verteilung von elektrischer Energie auch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft vorhanden. Auch die Zu- und Abluftanlagen werden als Verbindung zwischen Umwelt und Gebäudeinneren zur TGA gezählt. Die Anlagen der TGA erzeugen im Betrieb Schallemissionen. Besonders die Lüftungsanlagen sind häufig außerhalb der Gebäudehülle angebracht und emittieren Schall in die Umgebung. Im urbanen Raum kann durch die hohe Nutzungsdichte eine vergleichsweise hohe Anzahl an Personen betroffen sein. Lärmgrenzwerte werden durch die lokalen Verwaltungsbehörden festgelegt und sind betriebs- und genehmigungsrelevant. Um die Auswirkungen der Schallemissionen zu reduzieren, können die Anlagen der TGA mit einer Dämmung umgeben werden. Dadurch wird der emittierte Lärm reduziert und kann unter die Wahrnehmungsschwelle gesenkt werden. Auch die optische Verdeckung kann bedeutsam für die individuelle akustische Wahrnehmung einer Fabrik sein.
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Hochtemperatur-Abluftbehandlung
Die Abluft eines Produktionssystems enthält gasförmige und Partikelemissionen, die aus den Prozessen und verwendeten Materialien stammen. Diese Emissionen können bei Austritt Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zur Folge haben. Daher ist ab einem relevanten Anteil potentiell negativ wirkender Stoffe in der Abluft einer Fabrik in der Regel eine Abluftnachbehandlung erforderlich. Eine Methode der Abluftnachbehandlung ist die Erhitzung auf sehr hohe Temperaturen, wodurch die in der Abluft enthaltenen Verbindungen chemisch umgewandelt und neutralisiert werden. Mit der Hochtemperatur-Abluftnachbehandlung ist in der Regel ein hoher Energieaufwand verbunden. Im urbanen Raum kann die Hochtemperatur-Abluftbehandlung die Emissionen einer Fabrik senken und neutralisieren. Weiterhin wird den Anwohnern durch den Aufbau der sichtbaren Anlagentechnik signalisiert, dass die Unbedenklichkeit der Fabrikabluft sichergestellt wird.
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Verdunklung gegen Lichtemissionen
Viele Produktionsstätten sind über mehrere Schichten bis teilweise spät in die Nacht aktiv. Über z.T. großformatige Fensterflächen kann es nach Einbruch der Dunkelheit zu starken Lichtemissionen aus dem Inneren der Produktionsstätten ins urbane Umfeld kommen. Um die Störungen des Quartiers zu minimieren, kann mit Hilfe von Verdunkelungsmöglichkeiten dafür gesorgt werden, dass sich die Fabrik besonders nachts gefühlt dem Rhythmus des Quartiers anpasst.
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Blendfreie Fassaden/Dachflächen
Produktionsgebäude besitzen aufgrund ihrer Kubatur häufig großflächige Fassaden und teilweise außenliegende technische Gebäudeausrüstung (TGA). Abhängig von der Materialwahl und Himmelsrichtung können tageszeitabhängig Blendungen der umliegenden Nutzer und Anwohner durch die Fassaden- und Dachflächen auftreten und als störend empfunden werden. Um eine eventuelle Blendwirkung zu reduzieren, sollten bei Bau- oder Umbaumaßnahmen nicht-reflektierende Baustoffe und Bauteile für Fassaden- und Dachflächen berücksichtigt werden. Alternativ können z. B. Lüftungskanäle und andere an der Fassade angebrachten Teile mit einem Blendschutz versehen werden.
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Wertstoffflächen abschirmen
Rohstoffe und Abfälle, die in der Fabrik anfallen, werden in der Regel bis zur Weiterverarbeitung bzw. Abholung außerhalb von Gebäuden auf dem Betriebsgelände gelagert. Deren Bereitstellung und Abholung erzeugt häufig Lärm und oder Gerüche, zudem sind die Flächen zumeist visuell unattraktiv. Durch einen passiven Sicht- und Lärmschutz können die Beeinträchtigungen für das urbane Umfeld gemindert oder gar vermieden werden.
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Lieferzonen abschirmen
Anlieferungen und Abholungen erzeugen Lärm. Dieser kann durch einen passiven Lärmschutz an der Ausbreitung gehindert oder abgeschwächt werden. Zudem wird Lärm als stärker bzw. störender empfunden, wenn die Lärmquelle sichtbar ist. Ein passiver Lärmschutz dient somit zudem als Sichtschutz.
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Gepflegte Grünanlagen
Gepflegte Grünanlagen auf dem Fabrikgelände tragen zu einem gepflegten Auftreten der Fabrik bei und unterstützen somit die Schaffung einer postiven Grundhaltung gegenüber der Fabrik. Neben solchen ästhetischen Erwägungen dienen (gepflegte) Grünflächen im Quartier der Luftqualität und können für die Mitarbeitenden qualitativ hochwertige Aufenthaltsflächen sein.
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Förderung der Biodiversität
Urbane Produktionsstandorte sind häufig durch hohe bauliche Verdichtung, einen großflächigen Versiegelungsgrad und vorwiegend geschlossene und harte Oberflächenmaterialien geprägt. Besonders im Zuge baulicher Veränderungsprozesse besteht die Möglichkeit Biodiversität gezielt zu fördern. Im Rahmen eines ganzheitlichen Biodiversitätskonzepts kann neben der Aussaat blütenreicher, heimischer Pflanzen oder der Anlage von Feuchtbiotopen beispielsweise Lebensraum für gefährdete Arten, wie Fledermäuse oder Bienen, bereitgestellt werden. Neben einer Ökosystemdienstleistung der Fabrik kann die ökologische Aufwertung in Verbindung mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit zudem einen Beitrag zur positiven Wahrnehmung des Unternehmens leisten.
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Mikroklima beeinflussen
Urbane Produktionsstandorte sind häufig durch großformatige Gebäudestrukturen, einen großflächigen Versiegelungsgrad und vorwiegend geschlossene und harte Oberflächenmaterialien geprägt. Dabei führen z.B. dunkle Verkehrsflächen zu einer verstärkten Wärmeentwicklung bei gleichzeitiger Reduktion von Verdunstungskälte, großformatige Gebäude verändern Wind- und Lichtverhältnisse und können die Bildung von Hitzeinseln fördern. Zur Verbesserung der lokalklimatischen Verhältnisse über den Werkszaun hinaus kann es daher sinnvoll sein, durch eine die wohlüberlegte Anordnung von Bauwerken, gezielte Farbwahl, Erhöhung des Begrünungsanteils oder Reduktion des Versiegelungsgrades die mikroklimatischen Verhältnisse in die gewünschte Richtung zu beeinflussen und eine ausgleichende Wirkung für die umgebende Stadt zu erreichen.
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Instandhaltung Gebäudehülle
Das Erscheinungsbild prägt die Wahrnehmung einer Fabrik im Quartier und auch darüber hinaus. Produktionsstandorte zeichnen sich dabei häufig durch großformatige Gebäudestrukturen mit oftmals ungestalteten und zudem ungepflegt erscheinenden Fassadenflächen aus. Dies ist nicht zuletzt darin begründet, dass die Gebäudeinfrastruktur nur indirekt an den Wertschöpfungsprozessen beteiligt ist und somit nicht im wirtschaftlichen Fokus des Unternehmens liegt. Eine regelmäßige Instandhaltung, zumindest der zum Quartier gewandten Gebäudeteile, kann die positive Wahrnehmung des Unternehmens und die Akzeptanz des Produktionsstandortes stärken. Sie kann zudem der Entstehung von Vandalismus und Einbruch entgegenwirken und zu einer allgemeinen Verbesserung des Sicherheitsgefühls im Quartier führen.
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Alternativen zum Mitarbeiterparken im Quartier
Mitarbeitende der Fabrik pendeln häufig mit dem Pkw zum Arbeitsplatz. Stehen auf dem Fabrikgelände nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung, weichen die Mitarbeitenden zum Parken ins Quartier aus. Wenn im Quartier wenig Parkfläche zur Verfügung steht, kann dies zu einem negativen Image und Beschwerden führen. Die Fabrik kann in diesem Fall prüfen, inwiefern zusätzliche Parkmöglichkeiten auf dem Betriebsgelände oder auf Flächen im Quartier angeboten werden können. Diese zusätzlichen Flächen können am Abend oder am Wochenende zudem den Anwohnern angeboten werden.
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Klare Wegeführung und Vermeidung von Schleichwegen
Das Betriebsgelände von Fabriken im urbanen Raum kann, insbesondere bei historisch gewachsenen Standorten, zu unübersichtlichen Verkehrssituationen und Verkehrsführungen beitragen. Dadurch kann es zu Suchfahrten, unbeabsichtigten Fahrten oder zur Nutzung von Schleichwegen etc. kommen. Solche Fahrten erhöhen das Verkehrsaufkommen im Quartier oder auf dem Fabrikgelände und beeinträchtigen die Verkehrssicherheit und -qualität. Als Abhilfe können die bestehenden Verkehrsbeziehungen untersucht werden, um auf dieser Basis eine klare Wegeführung zu entwickeln, zu nutzende Wege auszuschildern und Schleichwege (ggf. nur für den motorisierten Verkehr) zu schließen.
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Handelsbörse für lokale Produzenten anbieten
Mit der Konzentration von unterschiedlichsten Unternehmen im städtischen Raum bietet sich die Möglichkeit, lokale Produzenten zu einem Netzwerk zusammenzuschließen. Die Nutzung oder der Aufbau einer gemeinsamen Handelsplattform beispielsweise für Materialien, Produkte, Dienstleistungen oder Maschinennutzungszeiten kann zu positiven ökonomischen und ökologischen Wirkungen führen. Ein lokales Produktionsnetzwerk bietet auch die Möglichkeit, neue Produkte gemeinsam mit anderen Unternehmen anzubieten und gewinnbringend Nebenprodukte oder Produktionsabfälle einer Weiterverwendung zuzuführen.
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Produktion als offene Werkstatt
In produktionsfreien Zeiten werden die Maschinen und Anlagen eines Produktionssystems nicht genutzt. Außerhalb der Arbeitszeiten können bei geeigneten Randbedinungen diese Anlagen als Werkstatt für die Öffentlichkeit und Umgebung zur Nutzung geöffnet werden. Den Prinzipien eines Makerspace folgend, kann so ein Raum für Innovation und Wertschöpfung entstehen. Mit diesem Angebot kann eine positive Verankerung der Fabrik im Stadtquartier erreicht werden. Dabei muss die Verfügbarkeit des Produktionssystems für die eigentliche Herstellung der unternehmenseigenen Produkte gewährleistet bleiben.
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Reduktion der Produktdimensionen
Die Dimensionen der zu fertigenden Produkte bestimmen die Größe und Beschaffenheit der benötigten Produktionsprozesse und den Umfang des Materialbedarfs. Mit einer Reduktion der Produktdimensionen bei gleichwertiger Funktionserfüllung kann der Raumbedarf für die Fertigung und für Lagerflächen reduziert werden ebenso wie der benötigte Logistikaufwand.
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Adaptive Regelung der Technischen Gebäudeausrüstung
Die Emissionen einer Fabrik nach außen werden durch die Betriebsweise der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beeinflusst. So haben beispielsweise raumlufttechnische Abluftanlagen bei geruchsemittierenden Produktionsprozessen einen Einfluss auf die Abgabe von Geruchsemissionen an die Umgebung. Die Verbreitung und Wirkung von stofflichen Emissionen hängen mit den jeweiligen herrschenden Umgebungsbedingungen zusammen. Eine daran angepasste Regelung der TGA kann die Wirkung und Intensität von Emissionen verringern, indem zum Beispiel vorherrschende Windrichtungen oder Wetterlagen berücksichtigt werden.
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Sharing-Konzept für den Fuhrpark
Unternehmen verfügen über Fahrzeuge, die sich für unterschiedliche Transportzwecke eignen. Privatpersonen (Mitarbeitende, Anwohner) hingegen verfügen in der Regel nicht über Transportfahrzeuge. Die Transportfahrzeuge des Unternehmens können in Phasen geringer Auslastung, in den Abendstunden oder am Wochenende den Mitarbeitenden und Anwohnern des Quartiers für private Zwecke überlassen werden.
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Baupaten
Bautätigkeiten im urbanen Raum führen in den meisten Fällen zu Einschränkungen und Belastungen für die Nachbarn. Fehlende Informationen zur Art der Bautätigkeit, zu erwartenden Emissionen oder zeitlichen Verzögerungen können daher schnell zu Irritationen führen. Im Rahmen von Um- und Neubaumaßnahmen kann es daher sinnvoll sein, den urbanen Nachbarn einen festen Ansprechpartner bereitzustellen. Hierdurch kann der Informationsfluss kanalisiert und durch Kontinuität das Vertrauen der Nachbarn gewonnen werden.
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ÖPNV-Zugang zu Betriebsgelände
Fabriken, insbesondere historisch gewachsene oder mit ausgedehntem Betriebsgelände, wirken als räumliche Barriere. Sie sind gleichzeitig aber Bedarfspunkte des ÖPNV. Linienfindung, Fahrtdauern und die Festlegung von Haltepunkten kann durch eine Kooperation (z.B. Zugang zu den Haltepunkten, ggf. auf dem Betriebsgelände) mit der Fabrik vereinfacht und verbessert werden. Durch das somit verbesserte Angebot des ÖPNV werden zusätzliche Nutzer angezogen, worduch die Verkehrssituation im Quartier verbessert werden kann.
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Barrierefreiheit
Ein Großteil der urbanen Fabriken ist über viele Jahre am jeweiligen Standort gewachsen. Zugang zum Werksgelände war nur für Mitarbeiter und somit nicht für die Allgemeinheit vorgesehen. Zudem wurden viele Gebäude und Arbeitsplätze, bedingt durch die Art der Tätigkeit und dem damit einhergehende Mitarbeiterprofil, nicht auf uneingeschränkte Erreichbarkeit ausgelegt. Im Rahmen einer zunehmenden, zumindest teilweisen Zugänglichmachung urbaner Standorte für die Öffentlichkeit sowie unter dem Aspekt der Inklusion aller derzeitigen, aber besonders auch potentiell zukünftiger Mitarbeiter können eine umfassende Zugänglichkeit und uneingeschränkte Nutzbarkeit aller gestalteten Arbeitsbereiche unter Beachtung der Prinzipien der Barrierefreiheit einen Beitrag zur lokalen Mitarbeiterfindung sowie zur positiven Wahrnehmung des Unternehmens leisten.
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Mikro-Hubs, Miniläger & City Terminals
Flächen für Anlieferungen, Umschlag und Lager in der Stadt sind rar. Zudem werden solche Logistikflächen häufig nur sporadisch und in gewissen Zeitlagen genutzt, sind aber essentiell für Produktion und Handel und viele weitere wertschöpfende Tätigkeiten. Um fehlende Flächen zu kompensieren, werden Waren in Fahrzeugen gepuffert, die Park- und Verkehrsfläche einnehmen. Die Fahrzeuge müssen dazu über ausreichend Kapazität verfügen, jedoch den Anforderungen der Anlieferpunkte entsprechen, sodass eine nennenswerte Bündelung von Sendungen nicht gegeben ist. Abhilfe können reservierte Logistikflächen in der Stadt für den Güterverkehr bieten. An diesen können Transportahrzeuge mit großer Kapazität Waren anliefern. Diese werden dort gepuffert, bis sie mit kleinen Fahrzeugen (z.B. Lastenrad, Handwagen etc.) an die Endkunden zugestellt werden.
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Suburbane Logistikcenter & Urban Consolidation Centers
Um dem Mangel an Logistikfläche in der Stadt zu begegnen und gleichzeitig das Güterverkehrsaufkommen in der Stadt zu reduzieren, können Logistikcenter am Stadtrand oder im suburbanen Raum genutzt werden. In solchen außerhalb, aber in der Nähe der Stadt errichteten Anlagen können Waren umgeschlagen, gelagert und konsolidiert werden. Zudem bietet sich die Möglichkeit, weitere Zusatzleistungen anzubieten. Die Waren für städtische Empfänger werden von Transportfahrzeugen mit großer Kapazität auf kleinere Fahrzeuge umgeschlagen. Zudem lassen sich Sendungen mehrerer Empfänger auf der letzten Meile bündeln, sodass die Zustellfahrzeuge besser ausgelastet sind. Analog können suburbane Logistikcenter für den Versand bzw. die Distribution von Waren städtischer Versender genutzt werden.
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Nutzung intermodaler Logistikanlagen
Durch die hohe Nachfrage an Gütern und durch den Versand insbesondere durch produzierende Unternehmen von Gütern wird nicht nur im städtischen Raum, sondern auch im Um- und Hinterland und auf Zubringerstraßen viel Verkehr induziert. Diese großen Güterströme werden in der Regel mit dem Straßenverkehr abgewickelt. Hintergrund ist die Erreichbarkeit der Empfänger, die meist nur durch die Straße gegeben ist. Insbesondere für große Warenströme bieten die Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße aufgrund ihrer Massenleistungsfähigkeit Effizienzvorteile. Um eine Verlagerung von Transporten realisieren zu können und dennoch die Erreichbarkeit der Empfänger sicherzustellen, können stadtnahe intermodale Umschlaganlagen genutzt werden.
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Nutzung von Schiene und Wasserstraße
Städte verfügen in der Regel über gut ausgebaute Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur. Diese dient dabei fast ausschließlich dem Personentransport oder Freizeitzwecken. Auf der Schiene und Wasserstraße können Güter umweltfreundlicher transportiert werden. Sie haben gegenüber der Straße aber den Nachteil einer geringeren Netzbildung und Erreichbarkeit für Empfänger und Versender. Dennoch kann es für ausgewählte Standorte Sinn machen, diese Verkehrsträger in das Beschaffungs- und Distributionskonzept einzubinden.
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Einrichtung von Ladezonen
Flächen für Anlieferungen, Umschlag und Lager in der Stadt sind rar. Zudem werden solche Logistikflächen häufig nur sporadisch und in gewissen Zeitlagen genutzt. Obwohl diese dennoch essentiell für Produktion und Handel und viele weitere wertschöpfende Tätigkeiten sind, werden diese zugunsten anderer Flächen für direkt wertschöpfende Tätigkeiten nicht ausreichend dimensioniert. Die damit einhergehenden Probleme werden in den öffentlichen Raum übertragen und führen zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Abhilfe können Anreize oder Vorschriften zur Dimensionierung von Anlieferzonen und Logistikfläche bieten.
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Angebot (anderweitig) reservierter Verkehrsflächen
Der Großteil der Verkehrsfläche ist für den motorisierten Verkehr vorgesehen. Dabei werden Verkehrsflächen und -wege exklusiv für bestimmte Nutzergruppen (bspw. Busspuren, Parkplätze für E-Fahrzeuge) reserviert. International finden sich vergleichbare Regelungen für vollbesetzte oder gut ausgelastete Privatfahrzeuge. Diese Maßnahmen zielen darauf ab gewünschtes, vermeidendes Verkehrsverhalten zu fördern. Dieses Konzept kann erweitert oder auf den Güterverkehr übertragen werden. Dazu können beispielsweise bereits anderweitig reservierte Verkehrsflächen für Fahrgemeinschaften oder gut ausgelastete Transporte freigegeben werden.
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Flexible Nutzung von Verkehrsfläche
Während (Straßen-)Verkehrsinfrastruktur ortsfest und unflexibel ist, kann die Nutzung den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Dies geschieht bspw. kurz- bis mittelfristig, wenn Baustellen Verkehrsfläche einnehmen. Da Verkehre im urbanen Raum unpaarige Muster aufweisen können (z.B. morgens mehr Fahrten in die Stadt, abends mehr Fahrten aus der Stadt heraus) kann die Nutzung der Verkehrswege entsprechend angepasst werden (z.B. Eröffnung zusätzlicher Spuren in Richtung des Verkehrsbedarfs, Schließung von Spuren mit weniger Bedarf).
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Restriktionen für private Pkw
Die städtische Straßeninfrastruktur wird in unterschiedliche Straßenkategorien (z.B. Hauptverkehrsstraßen und Sammelstraßen) unterteilt, um die Verkehrsflüsse zu steuern. Den Verkehrsteilnehmern steht es in den meisten Fällen dennoch frei, die Route nach eigenen Wünschen zu wählen. Dies kann zu einer Überlastung von Straßen unterer Kategorie führen. Die mit dem Verkehr einhergehenden Beeinträchtigungen und Emissionen können bei Anwohnern, aber auch bei ansässigen Unternehmen für Unmut sorgen. Um den Verkehr effektiver zu lenken, können Restriktionen sowohl für gewerbliche und Gütertransporte als auch für private Pkw eingeführt werden. So können bspw. Straßen unterer Kategorien für Durchgangsverkehre geschlossen werden.
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